Erwachen zum Neumond der Liebe

Erwachen zum Neumond der Liebe

Anlässlich des übermorgen besonderen bevorstehenden Neumondes in Fische möchte ich einen etwas längeren Text mit dir teilen. Es ist ein Auszug aus einer Veröffentlichung von mir in der astrologischen Fachzeitschrift “Meridian”, die den Titel trägt:

“Erwachen – Der Weg der kleinen Schritte”.

Hier der Text für dich.

“Zu meinem Saturn-Return schrieb ich ein Gedicht mit dem Titel »Der Lebensschlaf«. Drei Zeilen daraus lauten:

»Doch Fremde sollten auf sich achten,
es gab so manche, die erwachten
und nicht mehr wußten, wer sie sind.«

Spätestens seit dieser Zeit ist mir klar geworden, dass der Prozess des Erwachens der eigentliche Sinn unseres Lebens ist, und zwar bei jedem von uns. Was meine ich mit »Erwachen«? Ich meine damit, uns darüber bewusst zu werden, dass wir spirituelle Wesen göttlichen Ursprungs sind. Zu erkennen, dass alles Menschlich-Irdische nur eine vorübergehende Station ist. Zu erkennen, dass alle Wünsche, alle Gedanken, Emotionen, Erlebnisse nicht das sind, was wir eigentlich sind. Die geistig-spirituelle Dimension unseres Seins zu erleben und mehr und mehr als das Wesentliche wahr zu nehmen. Das ist meine tiefste Überzeugung, mein Glaube. Es ist selbstverständlich nicht beweisbar, und es geht mir auch hier nicht darum, meine Sichtweise zu untermauern. Sondern ich würde gern darstellen, wie sich diese Grundüberzeugung auf die Horoskopdeutung auswirkt.

Ich gehe nicht davon aus, dass es spirituelle und nicht spirituelle Menschen gibt. Oder solche, die zur Erleuchtung berufen sind und solche, denen keine zuteil werden soll. Ich sehe uns Menschen in dieser Hinsicht als völlig gleich an, alle »auf dem Weg«. Und ich sehe die Erlebnisse im Leben eines jeden von uns als Schritte auf diesem Weg an. Ob es nun kleine oder große Ereignisse sind, bedeutend oder unbedeutend. Ich sehe uns alle auf dem Weg »nach Hause«. Dabei geht jeder von uns seinen ganz eigenen, persönlichen Weg, und jede Menge Umwege. Doch ich bin davon überzeugt, dass wir das Ziel niemals verfehlen können, dass wir am Ende – wann oder wo immer »das Ende« sein mag – alle ankommen.

Deswegen ist es für mich nicht erheblich, ob jemand »erleuchtet« ist oder nicht und wie wir dies definieren wollen. Ich sehe in allem den Prozess und meine, mehr und mehr in der Lage zu sein, zu spüren, ob ich mich gerade dem »Wachsein« annähere oder mich weiter davon entferne. Auch das ist für mich Teil des Prozesses. Wir gehen keinen geraden Weg, schnurstracks der Erleuchtung entgegen. Wir bekommen jedoch von Sekunde zu Sekunde immer wieder die Gelegenheit, wacher und bewusster zu werden oder noch ein bisschen länger und tiefer zu schlafen.

Weil ich so denke und dies glaube, hat für mich alles im Leben eine einzige Bedeutung und dient immer dem gleichen Ziel: zu größerer Bewusstheit über unser wahres Sein zu erwachen. Und ich nehme bei mir selbst und anderen wahr, wie wir uns mit jeder Entscheidung, die wir treffen, im Grunde immer genau um diesen Entscheidungsprozess drehen: Wollen wir »schlafen«, sprich, in der irdischen Verhaftung verweilen und leiden, oder wollen wir »erwachen«, sprich, unserem geistig-spirituellen Wesen gerecht werden und in innerem Frieden sein?

In meinen online-Kursen »Das astrologische Tagebuch« bzw. »Mit dem Mond durch den Alltag« beobachten die TeilnehmerInnen und ich uns und unser Verhalten täglich und analysieren es anschließend astrologisch mithilfe von Transiten. Im Gegensatz zur üblichen astrologischen Denkweise, die davon ausgeht, dass schnelllaufende Planeten wie der Mond, Sonne, Venus und Merkur keine großartigen Veränderungen in unserem Leben »bewirken«, schauen wir uns Alltägliches genauer an. Denn unser Leben besteht nicht allein aus den großen Quantensprüngen und Lebenskrisen, sondern zu einem erheblichen Teil aus stündlich wechselnden Umständen, minütlich sich verändernden Gefühlen und sekündlich neuen Gedanken. Und jedes Erleben, jeder Gedanke ist eine Gelegenheit zum Erwachen.

Gefühle als Weckruf der Seele

Dem transitierenden Mond kommt dabei die Rolle zu, uns durch seine Berührungen mit unseren Radixplaneten durch ständig wechselnde Emotionen zu schleusen. Der laufende Mond in Bezug auf unsere Radix ist eine permanente Spiegelung unserer innersten Gefühlsregungen. Solange wir mit den immer gleichen Verhaltensweisen gewohnheitsmäßig auf diese Gefühle reagieren, uns aus Angst verschließen, aus Wut um uns schlagen oder aus Traurigkeit in eine Depression verfallen, »schlafen« wir und sind in unserem Leid gefangen. Wenn wir jedoch beginnen, uns unserer Gefühle bewusst zu werden als etwas, das es konstruktiv zu erleben und zu durchleben gilt, ohne dass wir gezwungen sind, vorprogrammierten Reaktionen zu folgen, entstehen ungeahnte Freiräume in uns und wir werden »wacher«.

Wie alles andere auch, so unterliegen unsere Gefühle bestimmten Rhythmen. Sie sind wie Wellen im Meer – Stimmungen, die auftauchen und wieder verschwinden. An ihnen zu haften, sie festhalten zu wollen, hieße, eine lebendige Welle einzufrieren. Gefühle sind keine Dauerzustände. Wir sind wütend, wir sind fröhlich, wir sind traurig. Ein ständiger Wechsel. Gefühle nicht wahrhaben zu wollen, sie zu verdrängen, hieße, das Meer zum Stillstand bringen zu wollen. Etwas zu kontrollieren, das wir nicht kontrollieren können. Deswegen ist es für einen Menschen auf dem Weg zur Bewusstwerdung hilfreich, Gefühle bewusst zu erleben, sie zu fühlen, intensiv zu spüren, ohne sie festhalten oder loswerden zu wollen. Ohne sie zu bewerten, in »gut« oder »schlecht«. Und ohne blindlings darauf zu reagieren. Eine Emotion kann uns innerlich nicht in Leid verstricken, wenn wir sie bewusst erleben. Hinderliches löst sich durch Bewusstsein auf. Hilfreiches verstärkt sich durch Bewusstsein.

OSHO schreibt in seinem Buch Emotionen – Frei von Angst, Eifersucht, Wut –><span[i]: »Gefühle auszudrücken ist Leben; sie zu verdrängen ist Selbstmord. Lass deine Wut [oder andere Gefühle] nicht an anderen aus. Lass dich darauf ein, meditiere darüber, drück sie aus, probiere sie aus, lass sie in dir zu, spüre den ganzen Schmerz und die Qual. Spüre sie; lerne sie kennen. Und dieses Verstehen ist der Beginn deiner Transformation.«

Aus diesem Zitat wird verständlich, dass unsere Gefühle uns täglich die Gelegenheit geben, einen entscheidenden Schritt auf unserem spirituellen Weg zu gehen. Im folgenden lasse ich Teilnehmerinnen des »Astrologischen Tagebuchs« zu Wort kommen:

»Also, heute ging es bei mir zu wie irr. Oder eher IN mir. Das ist jetzt das zweite Mal, dass ich erlebe, wie ein Mondtransit über meinen Mars mich innerlich total unruhig macht. Ich verstricke mich in Nullkommanix in Streit mit meiner Tochter, obwohl ich das gar nicht will! Das Faszinierende ist, dass mir klar wird, wie wenig sie im Grunde damit zu tun hat. Es ist MEINE Wut, die da hervor kommt, meine Tochter bietet sich nur wunderbar als Projektionsfläche an. Wo mein Mars steht, hat sie ihren Pluto – insofern wundert mich das nicht mehr, dass wir darauf beide immer so derart anspringen…«

»Ich habe in den letzten Wochen echt etwas von mir verstanden. Nämlich, meinen inneren Rückzug, der immer dann ausgelöst wird, wenn der laufende Mond meinen Uranus transitiert. Wenn dann etwas in meinem Umfeld nicht stimmt, bricht bei mir sofort ein Fluchtinstinkt aus. Ich will schreiend weglaufen! Das ist im Grunde schon seit meiner Kindheit so. Es war und ist ein Überlebensmodus für mich, der mir jetzt nur noch Stress macht. Und eigentlich brauche ich ihn nicht mehr wirklich.«

Bewusstwerdung scheint hier das Zauberwort zu sein. Durch das Licht des Bewusstseins, das auf Gefühle oder andere Regungen geworfen wird, löst sich ein Drama auf, das vorher unvermeidbar schien. Ich halte daher unsere Gefühle und deren Beobachtung – ob mit oder ohne Astrologie – für einen der wichtigsten Schritte, die wir im Alltag tun können. Jedes erlösende Aha-Erlebnis bringt uns der Erleuchtung einen Schritt näher.”

Soweit der Artikel. Heute nun kannst du an nur zwei Tagen eine sehr breite Gefühlspalette erleben, denn der Mond bildet in kurzer Zeit im Zeichen Fische Konjunktionen mit vielen Planeten. So kannst du am…

  • Sonntag, den 10.3. um die Mittagszeit mit Mond Konjunktion Neptun meditieren, träumen, , in die Sauna oder ins Dampfbad gehen, abtauchen…
  • Sonntag Abend, wenn der Mond in Konjunktion zum rückläufigen Merkur steht, in Erinnerungen schwelgen, an lang gehegte spirituelle Vorhaben anknüpfen, einen alten Film nochmals schauen, den du sehr magst, ein Gedicht schreiben, ein Buch erneut lesen oder ein liegengelassenes endlich lesen, jemanden anrufen, den du schon so lange zu erreichen versuchst…
  • Sonntag gegen Mitternacht, wenn der Mond in Konjunktion zu Chiron läuft, ein heilsames Ritual vor dem Schlafengehen machen, zum Beispiel ein Gebet sprechen oder deine Traumwelt mit guten Wünschen vorbereiten, damit die Nacht ihr heilendes Werk vollbringen kann…
  • Montag, den 11.3. am Vormittag und Mittag mit Mond in Konjunktion zu Venus mit einer lieben Freundin Mittag essen, nach Hause zu deinem Schatz fahren, jemandem ein Geschenk machen, deinen Liebsten sagen, wie wichtig sie dir sind, jemandem aus Mitgefühl helfen…
  • Am Montag Abend zu Neumond – Mond Konjunktion Sonne – neue Entschlüsse für den kommenden Monat fassen, dein Bewusstsein stärken für das, was du willst, dir Zeit für dich nehmen, den neuen Mond-Monat rituell begrüßen, an Sabines Neumond-Webinar zu den Konstellationen im kommenden Monat teilnehmen…

Ich wünsche dir einen wundervollen Weg der kleinen Schritte!
Sabine

2 Responses »

  1. Hallo liebe Sabine,

    deine Geburtstagswünsche bei Facebook haben mich zu diesem Artikel geführt , und ihn zu lesen war für mich ein sehr schönes Geburtstagsgeschenk!
    Vielen Dank und einen herzlichen Gruß, Heike

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