Der aktuelle Planetenhimmel

Der aktuelle Planetenhimmel

Nachdem du nun in den vergangenen Planetentipps viel über den rückläufigen Mars und seine Deutung erfahren hast, wird es Zeit, sich Mars einmal ganz „real“ am Himmel zu widmen. Denn wenn Mars rückläufig ist, bedeutet das, dass er sich von der Erde aus gesehen gegenüber von der Sonne befindet. Das wiederum heißt: Wir sehen ihn, wenn die Sonne untergeht, wie er im Osten aufgeht. Dann begleitet er uns durch die ganze Nacht bis zum Sonnenaufgang, wo er dann wieder im Westen untergeht. Seine exakte Opposition, also Gegenüberstellung, hatte Mars Anfang März zur Sonne. Doch auch jetzt steht er noch ziemlich genau gegenüber.

Du kannst ihn also am frühen Abend bereits im Osten entdecken, wenn du einen guten Blick über den flachen Horizont hast. Ansonsten empfehle ich dir, etwas später gen Südosten zu schauen. Du kannst Mars nicht verfehlen, er steht in der Nähe von Regulus, einem der hellsten Sterne am Nachthimmel. Mars selbst hat einen orange-rötlichen Glanz, der ihn von allen anderen Sternen und Planeten unterscheidet. Ihn am Himmel zu sehen, noch dazu aktuell recht erdnah, ist ein besonderes Ereignis, das du dir nicht entgehen lassen solltest.

Doch damit nicht genug. Denn nicht nur Mars verschönert den aktuellen Nachthimmel. Auch die hellsten Himmelskörper nach Sonne Mond, die beiden Planten Venus und Jupiter, sind derzeit in all ihrer Pracht sichtbar. Du siehst sie, wenn du kurz nach der Abenddämmerung an den westlichen Himmel blickst. Dort strahlen sie so hell und unübersehbar wie man es sich nur wünschen kann. Um die Monatsmitte herum stehen sie einander am nächsten. Der obere von beiden ist Venus, der darunter Jupiter. Zu Beginn das Monats war das noch anders herum, doch dann hat Venus Jupiter „überholt“ und entfernt sich jetzt Tag für Tag weiter von ihrem großen Bruder. Wenn du die beiden am Himmel strahlen siehst, wird dir sofort klar, warum die Astrologen der Antike sie das „kleine“ und das „große Glück“ nannten. Ein besonderer Blick in ihre Richtung lohnt sich am Abend des 25. März und des 26. März, wo sich der Mond zu den beiden gesellt. Ich durfte das vor einem Monat bereits am Abendhimmel von Hamburg erleben, wo die drei wie ein Triumvirat zwischen Wolkenkratzern auf uns herniederstrahlten.

Und um das Maß vollzumachen, kannst du kurz vor Mitternacht auch noch Saturn entdecken. Du findest ihn dann in südöstlicher Richtung zwischen den beiden hellen Sternen Arcturus und Spica, die du auch in Stadtnähe bei hellen Lichtquellen meist noch gut erkennst.

Damit wären fast alle der schon in der Antike bekannten Planeten sichtbar, nur Merkur ist derzeit so nah bei der Sonne, dass wir ihn kaum sehen können. Diese seltene Chance, fast alle klassischen Planeten in einer Nacht zu sehen,  solltest du nicht versäumen. Vor allem jetzt, wo die Abende milder und frühlingshafter werden.

Ich wünsche dir eine schöne Himmelsschau!

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