Vollmond mit Saturn

Vollmond mit Saturn

12. Oktober in den frühen Morgenstunden

Wir haben am Mittwoch einen besonderen Vollmond auf der Widder-Waage-Achse. Saturn und Lilith gesellen sich mit dazu und werden uns sicher zu zeigen wissen, wo wir uns im Gleichgewicht zwischen „Ich“ (Widder) und „Du“ (Waage) befinden. Wie groß ist dein Bedürfnis nach Eigenständigkeit? Wie groß das nach Nähe und Gemeinsamkeit? Welchen Teil von dir verrätst du? Was nimmst du in Kauf, um das eine oder andere zu bekommen? Wie viel Abhängigkeit von den Umständen entsteht daraus? Drängende Fragen, die dir jetzt – mehr als sonst – in deinem Leben gespiegelt werden.

Eine meiner ersten bewussten astrologischen Erfahrungen war eine Mond-Saturn-Erfahrung. Ich hatte damals noch gar keine Ahnung von Astrologie. Ich war an Bord eines Schiffes und ein Astrologe sagte uns jeden Morgen die Tagesstimmung voraus (mithilfe des täglichen Mondlaufs). Wir waren eigentlich immer zusammen auf diesem Boot. An jenem Morgen jedoch stand ein Tag an Land an. Morgens erzählte uns Harald dann die Tagesstimmung, bei jedem etwas anders. Zu mir sagte er: „Gegen 18 h könntest du dich heute etwas verlassen fühlen.“ Ich dachte noch: Wie soll ich mich in dieser netten Gruppe wohl verlassen fühlen…? Naja, ich vergaß es auch gleich wieder.

Der Ausflug startete. Ich weiß nicht mehr, wie der Tag verlief, ich weiß auch nicht mehr, wie es eigentlich zustande kam. Ich erinnere mich nur noch, dass alle sich zu etwas verabredeten und ich irgendwie den Anschluss verpasste. Urplötzlich saß ich allein da. Ich merkte erst am Schlag einer Kirchenglocke, dass es 18 h war. Und da fielen mir Haralds Worte wieder ein…

Erst viel später wurde mir klar, dass der laufenden Mond zu der Zeit auf meinem Saturn stand. Ich fühlte mich seltsam, so allein, nach so langer Zeit, ständig umgeben von Menschen, gemeinsam mit einer Mitreisenden in einer Kabine oder mit mehreren abends an Deck schlafen, immer zusammen, nie allein. Ich fühlte mich allein und ausgeschlossen, vergessen, und doch… war ich dankbar, diesen Moment für mich zu haben. Mir wurde da erst wirklich bewusst, dass ich lange nicht mehr „zu mir“ gekommen war, unter all den netten Menschen. Es war schön und einsam zugleich.

Heute geht es unter anderem um dieses Gleichgewicht. Was jetzt vom Vollmond „beleuchtet“ wird, braucht eine neue Balance. Zuviel von dem einen oder anderen bedingt den Ausgleich. Du magst denken, das Geschehen käme von außen, doch in Wahrheit wirkst du selbst daran mit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *