Mars am absteigenden Mondknoten

Mars am absteigenden Mondknoten

23.7.2011

Die Mondknotenachse – was ist das? Ein vielfach beschrittener Deutungsansatz der Mondknotenachse ist die Sichtweise dieser Achse als eine Art Zeitachse zwischen Vergangenheit und Zukunft. Da die Mondknotenachse aus den Kreuzungspunkten der scheinbaren Sonnenbahn (der Erdbahn um die Sonne) und der Mondbahn um die Erde gebildet wird, liegt es nahe, sie als eine Verbindung von Mond, Erde und Sonne zu betrachten. Was haben diese drei Archetypen gemeinsam, was verbindet sie und was unterscheidet sie? Im Mond sehen wir vor allem unsere instinktiven, vertrauten Verhaltensweisen. Unsere Prägung durch Herkunft und Familie und unsere ständige Wahrnehmung der Welt sammeln sich im Mond wie in einem Schwamm. Hier liegen unsere alten Verhaltensmuster, die uns bekannt sind und Sicherheit geben. In der Sonne sehen wir den Weg in das bewusste Verhalten, den Weg ins Licht des Bewusstseins. Hier liegt unsere Zukunft. Auf der Erde agieren wir ganz konkret, sind wir im Hier und Jetzt. Dies ist das einzige, was wir wirklich beeinflussen können – unsere Gegenwart.

Am absteigenden Mondknoten, an dem Punkt, wo es gen Süden in den Bereich „unterhalb“ der Ekliptik geht, sieht man den „Abstieg“ in die Vergangenheit, in das Vertraute und Unbewusste. Am aufsteigenden Mondknoten, an dem Punkt, wo es gen Norden in den Bereich „oberhalb“ der Ekliptik geht, sieht man den „Aufstieg“ in die Zukunft, in das Neue und Bewusste.

Die Fähigkeiten des südlichen (absteigenden) Mondknotens bringe ich bereits mit, es fällt mir leicht. Doch wie bei allem Polaren erreichen wir irgendwann einmal „das Ende der Fahnenstange“. Unser Verhalten bringt uns nicht mehr weiter, es ist ausgereizt. Das bedeutet nun nicht, dass es deswegen „falsch“ oder „schlecht“ wäre – es führt uns lediglich nicht mehr weiter.

Erst wenn wir uns um die Entwicklung der Fähigkeiten des nördlichen (aufsteigenden) Mondknotens bemühen, bereichern wir unsere Kompetenzen durch eine weitere Facette und kommen damit auf eine ganz neue Ebene. Vieles, was vorher schwer fiel, wird nun leichter. Diese bewusste Entwicklung verlangt uns ein wenig Mühe ab. Rein instinktiv möchten wir anders handeln (absteigender Mondknoten). Überwinden wir jedoch unsere Trägheit und Gewohnheit, gewinnen wir an Kraft und Zufriedenheit hinzu. Mit dem neu erworbenen Wissen / Können ist es uns nun wieder möglich, auch die Fähigkeiten des absteigenden Mondknotens wieder gewinnbringend inzusetzen. Eine Pendelbewegung setzt ein. 

Wenn aktuell Mars in Zwillinge durch den absteigenden Mondknoten läuft, kann es sein, dass wir mit unserem Durchsetzungsverhalten, mit unserem Handeln und unserer Aktivität an Vergangenes anknüpfen. Es mag sein, dass wir lediglich „alte Fäden“ aufgreifen und den Faden eines unterbrochenen Handlungsstranges wieder aufnehmen. Es kann aber auch sein, dass wir spüren, mit unserem Tun an eben dieses „Ende der Fahnenstange“ zu geraten. In dem Fall bezieht es sich womöglich auf Kontakte, Freundschaften, auf Kommunikation, Austausch, Informationen oder andere Themen, die mit Zwillinge im Zusammenhang stehen. Auch ein Bezug zu unserem Denken und wie wir Entscheidungen treffen (siehe vorheriger Planetentipp) ist möglich.

Der aufsteigende Mondknotens in Schütze kann uns dann zu einer neuen Perspektive verhelfen. Indem wir von allzu kleinem Detaildenken Abstand nehmen, eine übergeordnete Sichtweise einnehmen, in die Distanz gehen, das Problem von der anderen Seite betrachten (die wir möglicherweise ablehnen), indem wir aufhören, erklären und vermitteln zu wollen, wird es möglich, unser Handeln auf eine neue Ebene zu heben. Wir können das Anstehende womöglich nicht bis ins Kleinste durchdenken, planen, vorbereiten und müssen das auch gar nicht. Die Perspektive des Schütze ist auf den großen Überblick und den Sinn gerichtet – nicht aufs Detail. Für uns alle kann an diesem Tag sowie kurz davor und danach diese Sichtweise sehr hilfreich sein. Also, lasst uns einen Tag lange alle einmal „Schütze sein“! :)

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