Die 12 Rauhnächte

Die 12 Rauhnächte

Zum Jahresende möchte ich euch ein paar Tipps für die Rauhnächte mit auf den Weg geben. Der Name leitet sich offenbar von „Rauch“ und „Räuchern“ ab, was in den Rauhnächten intensiv betrieben wurde. Die Rauhnächte waren bei unseren Vorfahren Heilige Nächte. In ihnen wurde möglichst nicht gearbeitet, sondern nur gefeiert, wahrgenommen und in der Familie gelebt.

Es gibt 12 Rauhnächte. Diese Rauhnächte gehen immer von Nacht zu Nacht. In der Version, wie ich sie kenne, von 24 Uhr (Mitternacht) an Heiligabend bis 24 Uhr am 25. Dezember – das ist die erste Rauhnacht. Sie enden damit am Ende des 5. Januar um Mitternacht, wenn es den 6. Januar schlägt, den Tag der Heiligen Drei Könige. Es gibt auch Varianten von 13 Rauhnächten, und eine Variante, bei der die Rauhnächte bereits an der Wintersonnwende beginnen, sprich am 21. Dezember mit der Thomasnacht.

Letztlich ist es jedoch nicht so wichtig, wann genau wir mit unseren persönlichen Rauhnächten beginnen. Die Hauptsache scheint mir zu sein, dass wir uns eine „Auszeit“ nehmen und die Zeit „zwischen den Jahren“ besinnlich und bewusst gestalten. Auch astrologisch ist es für mich eine Art Stillstandsphase. Jupiter und Uranus stehen Ende Fische und warten auf ihren erneuten Sprung in den Widder im neuen Jahr. Um Pluto in Steinbock tummeln sich die Schnellläufer mitsamt der Sonne, Neptun und Chiron sind immer noch in den Endgraden des Wassermann und Saturn hält seine Stellung in der Waage. Am 30. und 31. Dezember ist keiner der Planeten rückläufig (!) – ein äußerst denkwürdiges Ereignis von kurzer Dauer. Die Planeten, die gerade erst rechtläufig wurden, gewinnen noch an Kraft und Tempo. Erst im neuen Jahr fallen daher interessante Startschüsse.

Ideal für eine Innenschau! Die Alten benutzten jede der Rauhnächte für einen Monat des Jahres zum Deuten und Orakeln. Somit steht die erste Rauhnacht für den Januar, die zweite für den Februar und so fort. Sie beobachteten alles: das Wetter, wie das Essen geschmeckt hat, ob gestritten wurde oder ob es friedlich zuging. Ob an diesem Tag alles glatt lief oder es Probleme gab. Und wenn ja, welche Probleme. Alles, auch das noch so unwichtig Erscheinende, kann eine Bedeutung haben.

Ich habe es schon immer geliebt, mich an den Tagen zwischen den Jahren in meine Welt zurückzuziehen, schon als Kind war ich dann am liebsten ganz für mich oder habe Kontakte gepflegt, für die ich sonst wenig Zeit hatte. In diesem Jahr werde ich zum vierten Mal 10 Tage Schweigen und Meditieren gehen. Vipassana-Meditation in Belgien. Ohne Telefon, Bücher oder sonstige Ablenkung. Vom 26. Dezember bis zum 6. Januar bleiben meine Lippen versiegelt und mein Blick richtet sich nach innen. Ich erhoffe mir, wie immer, viel davon.

Euch allen wünsche ich, dass ihr die Zeit so für euch nutzen könnt, wie es euch gut tut. Für eure treue Leserschaft danke ich von Herzen und freue mich auf unser gemeinsames neues Jahr 2011.

Alles Liebe,
eure Sabine

3 Responses »

  1. Danke Sabine für diese wundervolle Erklärung. Ein guter Gedanke, den ich gerne auch an andere Freunde poste! Enjoy your retreat…und egoistischerweise werden auch sicherlich wir, die Leser Deiner Kolumne, von Deinem spirituellen Wachstum profitieren! Ich freu‘ mich schon auf weitere Beiträge.

    Danke und nochmals Danke
    Brigitte Holzapfel

  2. Hallo Sabine
    in der ersten Rauhnacht ab Heiligabend hatte ich schöne Träume, bemerkenswerterweise, nachdem ich eine ganze Weile nicht mehr bewusst Träume erinnert hatte. Also scheint der Januar gerettet.
    In der zweiten Rauhnacht habe ich unendlich viel Märchen geschaut. Ein mystischer Februar?
    In der dritten Rauhnacht , gestern, da habe ich meine Finanzplanung fürs kommende Jahr gemacht.
    Geschaut wie ich auskomme, Besorgungen gemacht. Reiseplanung.
    Vielleicht eine ähnliche Klarheit, wie ich sie im März haben werde wenn wir den letzten Kurs in der Ausbildung haben werden, der schon kein richtiger Kurs mehr ist sondern eher eine reflexion und wer weiss, wann die Prüfung sein wird.
    Heute bin ich sehr früh ohne Kinder aufgestanden und bereite etwas vor, der April?
    Ein Sandkastenfreund von mir hat Geburtstag, vielleicht kann ich telefonisch gratulieren und schonmal frohe Ostern wünschen. Im April bekomme ich Besuch meiner früheren Ersatzeltern:-)
    Und morgen fahren wir:
    mein Grossvater wird morgen 80 Jahre und da trifft sich dann die ganze Familie bei ihm, die halbe ist eh dort ansässig.
    Also etwas mit meinem 8ten Haus im Mai vielleicht?
    Juni Vielleicht besuche ich Donnerstag alte Freunde in der Heimatstadt die quasi zur Familie gehören.
    Juli Sylvester, der Vater meiner grossen kommt auch zu meinen Eltern.
    August, jetzt weiss ich was mich an dem Monat immer an die Strassen bei Neujahr erinnert…
    Sonntag der 2te, das entspricht dann September, da fahren wir wieder heim, früh aufstehen würde ich sagen.
    denn im September wird meine Grosse ja eingeschult.
    Vielleicht sollten wir schon Samstag heimfahren, denn ich möchte ja im august dann umziehen… 😉
    ab dem 3ten besucht meine Grosse ein Sprachcamp für 5 Tage, also die letzten 3 Monate des Jahres werden einen gewissen gleichen Trott haben…

    mal schaun, ich versuche mich zu erinnern.
    Ich kannte dieses Orakeln schon von Erwähnungen aus dem astroForum von astro com.

  3. Jetzt habe ich ja den Gruss vergessen, deshalb schriebe ich noch etwas.
    Gestern kam ich zu spät zum Musikladen. So muss ich das Kaufen eines Intrumentes auf den Montag verschieben, vielleicht also vom März auf den Oktober?
    Wir wollen auch gern ein gebrauchtes Klavier anschaffen, vielleicht ein Hinweis darauf, dass es besser ist, zu warten bis nach dem Umzug, das Xylophon kann ja schon früher kommen 😉
    Samstag hatte ich wunderbare Fischsuppe gekocht und noch gestern davon gegessen, also was im Januar geschieht reicht bis in den März.
    Allerdings ist mir 2 mal der Babybrei missraten. Einmal angebrannt und einmal durch zu langes Stehenlassen im Warmen säuerlich geworden und jedes Mal eine beachtliche Menge.
    Doch das Baby ist zufrieden mit dem, was ich ihm selbst gebe.

    Also vielen Dank auch für die schöne Erklärung, schliesse mich da meiner Vorgängerin an.
    Und mal sehen wem ich es weiterschreib 😉
    Eveline

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