Mond Konjunktion Lilith – Was heißt Loslassen?

Mond Konjunktion Lilith – Was heißt Loslassen?

Mond und Lilith bilden heute Abend eine Konjunktion. Der richtige Zeitpunkt, wie ich finde, um sich mit dem „Loslassen“ zu befassen, denn es ist sicherlich eine emotionale Auslösersituation für das, was ansonsten gerade so bei uns im Hintergrund „abläuft“. So manch einer wird sich also genau jetzt besonders mit all dem konfrontiert sehen, was ich in den letzten Planetentipps zu Venus und Pluto angesprochen habe. Emotional berührt es uns womöglich jetzt sehr intensiv.

In vielen Beratungsgesprächen, die ich in den letzten Wochen geführt habe, und Venus-Berichten, die ich erstellt habe, tauchte immer wieder ein ganz großes Thema auf: Loslassen. Immer und immer wieder begegnet uns dieses Wort. Doch was heißt es eigentlich? Wenn ich eine Tasse in der Hand halte, weiß ich genau, was loslassen bedeutet. Ich löse meine Finger und sie fällt zu Boden.

Doch was bedeutet es für geistige und emotionale Geschehnisse in uns? Und was für Menschen oder Dinge, die uns gar nicht „gehören“? Wie sollen wir da loslassen? Ich möchte mich dieser Frage heute widmen. Ich kann sie natürlich nur aus meiner ganz persönlichen Erfahrung und Perspektive beantworten. Aber genau davon kann bestimmt jemand profitieren.

Loslassen von Menschen und zwischenmenschlichen Verstrickungen

Wenn wir mit (Ex-)Partnern, Freunden, Geschäftspartnern, Kollegen, Kindern, Eltern etc. immer wieder in dramatische Situationen und gefährliches Fahrwasser geraten und diesen unguten Umgang miteinander endlich loslassen wollen, greifen wir häufig zum drastischen Mittel der Trennung.

Wir setzen dann „Loslassen“ mit „Trennung“ gleich. Das tut weh und ist oft keine Lösung auf Dauer, zumindest dann nicht, wenn wir diesen Menschen eigentlich gar nicht aus unserem Leben verbannen wollen. Also vermeiden wir es instinktiv auch häufig, bleiben dann aber im emotionalen Drama mit diesem Menschen gefangen. Ich spreche hier nicht von Menschen oder Situationen, von denen wir uns ohnehin trennen wollen, weil das sich gut für uns anfühlt. In solchen Fällen stellt sich „Loslassen“ anders dar, und wir fragen uns eher: „Wie bringe ich es ihm/ihr bei?“ Oder: „Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich das tue?“

Was wir in dem von mir gemeinten Fall jedoch meist nicht übersehen können, ist, dass wir den Menschen, um den es geht, lieben oder mögen. Wir lieben ihn/sie, gleichgültig, was er/sie tut oder nicht tut. Wir können diese Liebe oder Zuneigung nicht einfach „abstellen“, und das sollen wir auch gar nicht. Und zugleich haben wir einen Wunsch, ein Bedürfnis. Wir möchten zum Beispiel respektvoll behandelt werden. Oder wir möchten mit Zärtlichkeit bedacht werden. Oder wir möchten Verbindlichkeit bekommen. Oder wir wünschen uns Freiraum oder Selbstbestimmung.

Und jetzt kommt der wichtige Punkt: Das Bedürfnis, das wir haben, wird  von unserem Gegenüber nicht erfüllt. Wir haben möglicherweise schon alles versucht, um ihn/sie dazu zu bekommen, uns genau das zu geben, was wir uns wünschen. Doch wir stellen immer wieder fest: Ich bekomme es dort nicht.

An dieser Stelle entsteht die Verstrickung. Wenn wir sagen würden: „Ich liebe/mag diesen Menschen. Und ich wünsche mir xy.“, wäre es kein Problem, dann stände beides gleichberechtigt nebeneinander. Das Universum hätte dann freie Bahn, uns unseren Wunsch zu erfüllen. Doch was tun wir? Wir verknüpfen das Eine mit dem Anderen und sagen: „Ich liebe/mag diesen Menschen. Und ich wünsch mir xy von IHM/IHR.“ Und schon sitzen wir in der Patsche. Wir sind verstrickt. Wir haben genaue Vorstellungen davon, wie der andere zu sein hat. Und wir haben genaue Vorstellungen davon, wie sich unser Wunsch nach Respekt, Zärtlichkeit, Verbindlichkeit, Freiraum oder Selbstbestimmung zu äußern hat. Wir schreiben dem Universum exakt vor, was es uns zu liefern hat: Dieses Verhalten von diesem Menschen.

Und das ist und war schon immer zum Scheitern verurteilt. Und wird es immer sein. :-) Meine geschätzte Lehrerin Byron Katie sagt dazu: „Hopeless!“, Hoffnungslos! Kein Mensch wird je so sein wie wir ihn gern hätten. Niemals. Punkt. Durch diesen Desillusionierungsprozess müssen wir alle irgendwann einmal durch. Und je früher wir da durchgehen, desto angenehmer wird der Rest unseres Lebens.

Mein Tipp für solche Verstrickungen ist also: Löse den Menschen von deinem Wunsch! Entkoppele beides voneinander. Schreibe dem Universum nicht vor, woher du etwas bekommen möchtest. Und du wirst es in reichlichem Maße erhalten!

Wir bekommen immer von jedem Menschen genau das, was er uns „liefern“ kann. Und jede Manipulation an dieser Stelle ist verlorene Liebesmüh. Ich sage damit nicht, dass kein Mensch sich ändert. Und ich sage auch nicht, dass unser Verhalten keinen Einfluss darauf hat. Doch das ist eine andere Geschichte und die hebe ich mir für ein anderes Mal auf.

Das Gleiche gilt übrigens für Geld, Unterstützung, Erfolg, Komplimente, Anerkennung, Freundschaft, Loyalität etc. Wenn wir glauben, die Quelle zu kennen, aus der all dies fließen soll, und diese Quelle fließt einfach nicht, dann können wir ein Leben lang an dieser Quelle sitzen bleiben und darauf warten, dass sie fließt. Oder wir können uns für eine neue Quelle öffnen, die uns genau das bringt, was wir uns wünschen. Aber auch das ist schon wieder eine neue Story…

Skorpionische Grüße von Sabine

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